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Undenheim hilft!

 

Liebe Undenheimerinnen, liebe Undenheimer,

an dieser Stelle informieren wir zum Thema Masken im Hinblick zur Corona-Krise.

Es gibt eine Auslegungshilfe zur Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (Stand: 5. Mai 2020) rund um folgende Fragen, in welchen Einrichtungen die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, besteht -> Link zur Auslegungshilfe.

Der Mund-Nasen-Schutz (kurz Mundschutz; Abkürzung MNS), auch Chirurgische Maske, Klinikmaske oder OP-Gesichtsmaske genannt, ist ein Hilfsmittel in der Medizin, um die Übertragung von Krankheitserregern durch Sekrettröpfchen zu verhindern. Es handelt sich dabei um eine Gesichts-Halbmaske aus mehreren Papier- bzw. Vliesschichten, die mit Binde- oder Gummibändern am Hinterkopf oder hinter den Ohren fixiert wird. Mit einem integrierten flexiblen Metallbügel in der Mitte des oberen Randes wird die Halbmaske an den Nasenrücken gedrückt, um das Gesichtsfeld frei zu halten und den Atemluftaustritt nach oben einzuschränken. Nach einmaliger Benutzung wird der MNS entsorgt. Er ist zu unterscheiden von (partikel)filtrierenden Atemschutzmasken.

Wiederverwendbarkeit

In der Regel muss ein Mund-Nasen-Schutz als Einwegartikel nach der Benutzung entsorgt werden.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat jedoch eine vorläufig bis zum 31. August 2020 gültige Handlungsoption zum ressourcenschonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP-Atemschutzmasken in Einrichtungen des Gesundheitswesens erstellt. Demnach besteht die Möglichkeit, MNS und FFP-Masken in „ausgerufenen Notfallsituationen“ unter bestimmten Voraussetzungen wiederzuverwenden.

Die Wichtigkeit von Atemschutz

Gefährliche Partikel können krebserregend oder radioaktiv sein, andere schädigen das Atmungssystem des Körpers über Jahrzehnte hinweg und führen zur langfristigen Entwicklung schwerer Erkrankungen. Bestenfalls haben Arbeiter lediglich mit unangenehmen Gerüchen zu kämpfen. Atemschutzmasken schützen in drei Klassen vor wässrigen und öligen Aerosolen, Rauch und Feinstaub bei der Arbeit, ihre Schutzfunktion ist europaweit nach EN 149 normiert. Bezeichnet werden sie als partikelfiltrierende Halbmasken oder Feinstaubmasken, unterteilt werden sie in die Schutzklassen FFP1, FFP2 und FFP3.

Wie funktioniert eine Atemschutzmaske?

Atemschutzmasken schützen vor lungengängigem Staub, Rauch und Flüssigkeitsnebel (Aerosol), nicht aber vor Dampf und Gas. Das Klassifizierungssystem unterteilt sich in drei FFP Klassen, das Kürzel FFP steht dabei für „filtering face piece“. Eine Atemschutzmaske bedeckt Nase und Mund und setzt sich zusammen aus verschiedenen Filtermaterialien und der Maske selbst. Vorgeschrieben sind sie an Arbeitsplätzen, an denen der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) überschritten wird. Dies ist die maximal zulässige Konzentration von Stäuben, Rauch und Aerosolen in der Atemluft, die nicht zu gesundheitlichen Schäden führt. Wird sie überschritten, sind Atemschutzmasken verpflichtend.

Wovor schützen Atemschutzmasken?

Die Schutzklassen FFP1, FFP2 und FFP3 bieten abhängig von der Gesamtleckage und der Filterung von Partikelgrößen bis zu 0,6 μm Atemschutz für unterschiedliche Konzentrationen von Schadstoffen. Die Gesamtleckage kommt zustande durch den Filterdurchlass und Undichtigkeiten an Gesicht und Nase, die uvex Atemschutzmasken durch Orientierung an der menschlichen Anatomie weitestgehend vermeidet. Durch innovative Filtertechnologie bleibt auch der Atemwiderstand gering und die Atmung wird selbst bei mehrmaliger Verwendung der Atemschutzmaske nicht durch abgefangene Partikel im Filter erschwert.

Behelfsmasken
  • einfache Bedeckung von Mund und Nase könne zumindest Atemstromgeschwindigkeit und Speicheltröpfchenauswurf reduzieren.
  • Behelfsmasken dürfen nicht gewerblich als Medizinprodukte oder Gegenstände persönlicher Schutzausrüstung in Verkehr gebracht werden.
  • sollen ausschließlich im privaten (nicht-medizinischen) Umfeld genutzt werden.
  • unterstützten das Bewusstsein für „social distancing“ zu anderen.
  • unterstützen gesundheitsbezogenen und achtsamen Umgang.
  • selbst genähte Masken können vor einer Virusinfektion schützen.

Da ein Mund-Nasen-Schutz nicht ausreichend vor sehr feinen Partikeln und Gasen schützt, eignet er sich nicht für einen Einsatz zur Reduzierung der Pollen- oder Staubbelastung der Atemwege, bei Bau- und Renovierungsarbeiten.

Im privaten Umfeld empfiehlt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, wiederverwendbare Schutzmasken aus Stoff „idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad“ zu waschen und anschließend zu trocknen.

OP Masken
  • bei sichtbarer Verschmutzung soll der MNS erneuert werden.
  • bei Durchfeuchtung soll der MNS erneuert werden.
  • bei nach spätestens 2 Stunden soll der MNS erneuert werden.
  • sollten eng am Gesicht anliegen.

Der Mund-Nasen-Schutz sollte ausreichend groß sein, um Mund und Nase zu bedecken.

Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) fordert für den Operationsbereich solche Masken vor dem Betreten des Operationsraumes anzulegen, wenn u.a. sterile Instrumente bereits gerichtet sind.

FFP1
  • Schutz vor ungiftigen und nicht-fibrogenen Stäuben.
  • Einatmung führt nicht zur Entwicklung von Erkrankungen,
    kann aber die Atemwege reizen und eine Geruchsbelastung darstellen.
  • Gesamtleckage darf maximal 25% betragen.
  • Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes darf höchstens 4-fach sein.

Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP1 sind für Arbeitsumgebungen geeignet, in denen weder giftige noch fibrogene Stäube und Aerosole zu erwarten sind. Sie filtern mindestens 80 % der sich in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm – und sie dürfen eingesetzt werden, wenn die der Arbeitsplatz-Grenzwert nicht höher als bis um das 4-fache überschritten wird. Im Bauwesen oder in der Nahrungsmittelindustrie sind Atemschutzmasken der Klasse FFP1 meist ausreichend.

FFP2
  • Schutz vor festen und flüssigen gesundheitsschädlichen Stäuben, Rauch und Aerosolen.
  • Partikel können fibrogen sein, was bedeutet, dass sie kurzfristig zur Reizung der Atemwege
    und langfristig zur Abnahme der Elastizität des Lungengewebes führen.
  • Gesamtleckage darf maximal 11% betragen.
  • Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes darf höchstens 10-fach sein.

Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP2 eignen sich für Arbeitsumgebungen, in denen sich gesundheitsschädliche und erbgutverändernde Stoffe in der Atemluft befinden. Sie müssen mindestens 94% der in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm auffangen und dürfen eingesetzt werden, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert höchstens die 10-fache Konzentration erreicht.

Eingesetzt werden Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP2 beispielsweise in der Metallindustrie oder auch im Bergbau. Dort geraten Arbeiter in Berührung mit Aerosolen, Nebel und Rauchen, die langfristig zur Entstehung von Atemwegserkrankungen wie Lungenkrebs führen und die das Risiko von Folgeerkrankungen wie einer aktiven Lungentuberkulose massiv erhöhen.

FFP3
  • Schutz vor giftigen und gesundheitsschädlichen Stäuben, Rauch und Aerosolen.
  • Im Umgang mit krebserregenden oder radioaktiven Stoffen und Krankheitserregern
    wie Viren, Bakterien und Pilzsporen wird der Einsatz einer FFP3 Maske empfohlen.
  • Gesamtleckage darf maximal 5% betragen.
  • Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes darf höchstens 30-fach sein.

Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP3 bieten den größtmöglichen Schutz vor Atemluftbelastung. Mit einer Gesamtleckage von maximal 5% und einem erforderlichen Schutz von mindestens 99% vor Partikeln bis zu einer Größe von 0,6 μm sind sie dazu in der Lage, giftige, krebserregende und radioaktive Partikel zu filtern. Diese Atemschutzmasken sind einsetzbar in Arbeitsumgebungen, in denen der Arbeitsplatzgrenzwert bis zum 30-fachen des branchenspezifischen Wertes überschritten wird. Verwendet werden sie beispielsweise in der chemischen Industrie.

 

Quellenangaben:
Wiki | Uvex 

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